{"product_id":"9783050062709","title":"Grenzen des Erzählens : Dissertationsschrift (Deutsche Literatur. Studien und Quellen 14) (2013. 311 S. 6 b\/w ill. 240 mm)","description":"\u003cp\u003e§15§Georg Philipp Harsdörffers Anthologien \"Der Grosse Schau-Platz jämmerlicher Mord-Geschichte\" und \"Der Grosse Schauplatz Lust- und Lehrreicher Geschichte\" sammeln Erzählmaterial aus der romanischen Novellentradition und bereiten diese für ein deutschsprachiges Publikum auf. Die rund 400 Erzählungen handeln von Intrigen, sexuellen Verbrechen, von Verrat und Mord, von Untreue und Feigheit, aber auch von Späßen, von Versöhnungen und Kuriositäten. Sie zählen zu den großen Erfolgen auf dem deutschen Buchmarkt der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Stefan Manns fragt nach den Gründen für diesen Erfolg und sucht sie in den Erzählstrukturen selbst. Er verortet die Erzählsammlungen innerhalb von Harsdörffers literarischem Werk, das programmatisch ganz im Zeichen barocker Bildungsarbeit steht. So geht es in allen diesen Texten um das Sammeln, Verwalten und Kombinieren von Wissenspartikeln nach topischer Maßgabe. Ziel des Kompilierens und Kombinierens ist die Ausbildung von Gesprächskompete §15§nz, die als sozialkulturelle Schlüsselfertigkeit gesehen wird. Die \"Schauplätze\" werden dementsprechend als Vorratssammlungen argumentativ relevanter Topoi gelesen, deren kombinatorische Belastbarkeit im Erzählen geprüft wird. Sie loten insofern die Grenzen aus, in denen ein der Kombinatorik verpflichtetes Erzählen (noch) möglich ist. In paradigmatischen Erzählanalysen entschlüsselt Stefan Manns die diesem Erzählen zugrunde liegenden narrativen Verfahren - von der Präsentation einer zentralen Geschichte bis hin zur traktathaften Wissensvermittlung. Die Studie schließt eine Lücke in der Harsdörffer-Forschung, indem sie erstmals sein Erzählen systematisch beschreibt, und leistet gleichzeitig Pionierarbeit für eine erzähltheoretisch orientierte Frühneuzeitforschung. §16§§In der Reihe Deutsche Literatur erscheinen Studien und Quellen der germanistischen Literaturwissenschaft vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Es handelt sich um philologisch grundlegende Arbeiten, die das Fach in seiner ganzen methodischen und thematischen Breite abdecken und literaturgeschichtliche Analysen mit theoretischer Reflexion auf hohem Niveau verbinden. Die Ausgaben im Rahmen der Reihe stellen ambitionierte, innovative Editionsvorhaben dar. Komparatistische Perspektiven auf die deutschsprachige Literatur sind ausdrücklich erwünscht. § §Herausgegeben wird die Reihe von zwei ausgewiesenen Vertreterinnen ihres Faches, die den analytischen Anspruch der Reihe ebenso repräsentieren wie ihre literaturgeschichtliche Vielfalt: §Prof. Dr. Beate Kellner ist Professorin für Deutsche Literatur und Kultur des Mittelalters (Mediävistik) und derzeit Vizepräsidentin der Ludwig Maximilians-Universität München. §Prof. Dr. Claudia Stockinger ist Professorin für Neuere deutsche §16§ Literatur an der Georg-August-Universität Göttingen. § §01§Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Literaturwissenschaft und Ältere deutsche Literatur im europäischen Kontext der Bergischen Universität Wuppertal.\u003c\/p\u003e","brand":"Akademie Verlag","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":48774728286443,"sku":"00000_00000_00000_00000","price":494.42,"currency_code":"SGD","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0758\/4484\/5803\/files\/9783050062709-1.jpg?v=1781718361","url":"https:\/\/kinokuniya.com.sg\/products\/9783050062709","provider":"Books Kinokuniya Singapore","version":"1.0","type":"link"}