{"product_id":"9783658406752","title":"Medien politisch denken : Stasis und Polemos","description":"\u003cp\u003eDer hier vorgelegte Band möchte 'Medien von ihrem traditionellen Ort auf das politische Feld hin verlagern. Medien sind nämlich nicht nur als intellektuelles oder ästhetisches \u003cem\u003eSpiel\u003c\/em\u003e (kommunikatives, sprachliches, schriftliches, technisches, profitrationales, instrumentelles, hermeneutisches oder mathematisch-informatisches), vielmehr auch als \u003cem\u003epolitischer Ernstfall\u003c\/em\u003e zu begreifen. Daher geht diese \"Medientheorie der Frage nach, \"warum die Menschheit anstatt in einen wahrhaft menschlichen Zustand einzutreten, in eine neue Art von Barbarei versinkt (Adorno\/Horkheimer). Diese Frage, so unsere These, ist eine \u003cem\u003emediale\u003c\/em\u003e, die aus der anfänglich 'verkehrten Setzung (\u003cem\u003ekata-strophen\u003c\/em\u003e) der Medien resultiert und dann ihren historisch-gesellschaftlichen, sozialen und politischen Fortschritt bestimmt. Die Hauptthese dieses Buches lautet, dass wir es in den 'Medien nicht mehr mit einem theoretischen, technisch-ästhetischen oder informatischen \u003cem\u003eSpiel\u003c\/em\u003e zu tun haben. Vielmehr mit dem \u003cem\u003epolitischen Ernstfall\u003c\/em\u003e, wo es nämlich um Wahrheit oder Falschheit innerhalb der Polis und ihren jeweils geltenden Gesetzen geht. Es sind die zwei unterschiedlichen Bereiche (intellektuelles und ästhetisches Spiel hier und politischer Ernstfall dort), die nicht miteinander verwechselt werden dürfen, weil letzterer existenziell ist und darin um Leben oder Tod geht.\u003c\/p\u003e\u003cp\u003eMedien heute sind selbst zu den kulturellen, technischen, ökonomischen und politischen 'Waffen geworden, um darin ihr 'Wesen und 'Unwesen zu verbergen. Damit hat auch jene 'technizistische Medientheorie ihren metaphorischen Charakter verloren - der \"Krieg als das Eigentliche der Medien (Kittler) - und ist in den politischen, geopolitischen, finanz- und informationsökonomischen Raum überführt worden. Die medientheoretische These Kittlers (Medien als \"Heeresgerät : Medien als ein zweckentfremdetes Kriegsgerät stellen eine Art Abfallprodukt dar, das solange in seiner Funktion verkanntwird, solange die primäre militärische Funktion ignoriert bleibt), ist somit, so unsere These in diesem Buch, nicht \"technisch , sondern \u003cem\u003epolitisch \u003c\/em\u003e(staatlich) und \u003cem\u003eökonomisch-gesellschaftlich-sozial \u003c\/em\u003e(vorstaatlich) zu verstehen: Medientheorie als \"Stasiologie (Theorie des Bürgerkriegs) und \"Polemologie (Theorie des Kriegs). Ein \u003cem\u003eantagonistisch-polemisches\u003c\/em\u003e Prinzip, das alle Medien im öffentlichen Raum \u003cem\u003escharf stellt\u003c\/em\u003e, so dass jenes \"agonische Kampfprinzip (C. Mouffe) nur eine Vorstufe dazu bildet und daher noch im Raum des Spiels verbleibt. Wir brauchen daher, so unsere abschließende These, kein technisches, hermeneutisches, ästhetisches, phänomenologisches, anthropologisches oder ontologisches Apriori, das Medien in ihrem Wesen oder Unwesen erklärt, sondern eine \u003cem\u003eStasiologie \u003c\/em\u003eund eine \u003cem\u003epolemologie\u003c\/em\u003e, die das ganze \u003cem\u003eantagonistisch-polemische\u003c\/em\u003e Feld der Medien im öffentlichen Raum zu erschließen vermögen. Erst dieses \u003cem\u003eScharfstellender Medien\u003c\/em\u003e im öffentlichen Raum erlaubt es nämlich auch über dieses antagonistisch-polemische Prinzip hinauszugelangen.\u003c\/p\u003e \u003cp\u003eEinleitung.- Medien, ihr Anfang, ihre politische und ökonomische Geschichte.- Medien als feindselige Affektökonomie und \"Gabe .- Performativität des Medialen, Natur und Gender.- Medien als Kriegswaffen.- Medien des Spiels und der Feindschaft.- Plattformen, Akklamationen und der antagonistisch-polemische Charakter der Medien.- Feindselige Kommunikation und Finsternis der aufgeklärten Medien.- Liberalismus, Totalität und imperatives Sollen.- Medien der Totalisierung und Enttotalisierung des liberalen und illiberalen Netz- und Staatsbürgers.- Die \"Zeitenwende in der Coronapolitik und in den neuen Kriegen zusammendenken.- Das Mittel als Ort der mono- und polytheistischen Medienökonomie.- Parmenideische Unterscheidung: Diskursiv-ästhetisches \u003cem\u003eSpiel\u003c\/em\u003e  und tödlich-politischer \u003cem\u003eErnst.- \u003c\/em\u003eDie \"ontologische Verwurzelung des Kapitals .- Soziologie im Dienst der Imperative.- Medien der verkehrten Revolution.- Medien als Praktiken der Befreiung.- Schluss.                                                                                            \u003c\/p\u003e \u003cp\u003e   \u003cb\u003ePD Dr. Stavros Arabatzis\u003c\/b\u003e lehrt an der Universität zu Köln, Institut für Kunst und Kunsttheorie, die Fächer Design-, Kunst- und Medientheorie. Er forscht und publiziert im Bereich Medientheorie Kunsttheorie, Designtheorie und Medienphilosophie und hat zuletzt in Medienpharmakologie einen neuen medientheoretischen Ansatz entwickelt. Er ist Mitglied des Editorial Board des ITS Journals Art and Design (AD) mit Sitz in Hongkong und London und hat zuletzt im Auftrag des Präsidiums der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gutachten für Promotionsstipendien im Rahmen von Förderprogrammen geschrieben.\u003c\/p\u003e","brand":"Springer, Berlin; Springer VS","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":48854117417195,"sku":"00000_00000_00000_00000","price":98.24,"currency_code":"SGD","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0758\/4484\/5803\/files\/9783658406752-1.jpg?v=1781727744","url":"https:\/\/kinokuniya.com.sg\/products\/9783658406752","provider":"Books Kinokuniya Singapore","version":"1.0","type":"link"}