Tradition und Transfer in spätgermanischer Zeit : Süddeutsches, englisches und skandinavisches Fundgut des 6. Jahrhunderts. Dissertationsschrift (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 76) (2011. IX, 265 S. 48 Taf. 240 mm)

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Germanische Altertumskunde Online (Germanic Antiquity Studies Online) - just like the Reallexikon that has merged with it - is accompanied by supplementary volumes. This series comprises both monographs and edited volumes on specific topics from the fields of archaeology, history, and literary studies. It thus expands the database with the inclusion of aspects that require comprehensive analysis. More than 100 volumes have now appeared, from Germanenproblemen in heutiger Sicht (The Problems of Germanic Peoples from a Contemporary Perspective) to Germanische Altertumskunde im Wandel (Germanic Antiquity Studies in Flux).

§15§§Die Arbeit widmet sich verschiedenen Aspekten des Kulturaustauschs am Übergang von der Völkerwanderungszeit zum frühen Mittelalter. §Um sich dem Phänomen des Kulturaustauschs zwischen den drei Fundgebieten Süddeutschland, England und Skandinavien zu nähern, werden zunächst die Kulturbegriffe verschiedener Disziplinen wie der frühgeschichtlichen Archäologie und der Ethnologie untersucht sowie die soziologische Raumtheorie vorgestellt, die davon ausgeht, dass der Mensch als soziales Wesen sich seine Räume, in denen er agiert, immer wieder neu konstruiert. In diesem Zusammenhang werden auch verschiedene Aspekte der Forschungsgeschichte diskutiert, wie z. B. der Fragenkomplex um den sogenannten "nordischen Einfluss" auf dem Kontinent oder die ethnische Interpretation. Es wird versucht, der Forderung nach sozialer statt ethnischer Interpretation zu entsprechen sowie einen gemeinsamen Symbolraum zu postulieren, wo bis in heutige Tage vom "nordischen Einfluss" die Rede war.§Im §15§letzten Kapitel, das sich der Kommunikation widmet, geht es um die Frage, wie sich Kulturaustausch, über die Vorstellung von wandernden Volksgruppen hinausgehend, konkret gestaltet.§ §Die in der Arbeit aufgestellte These eines einheitlichen Symbolraumes bedient sich einer Idee aus der Kulturphilosophie, die dazu herangezogen werden soll, den bis heute gültigen archäologischen Kulturbegriff, der sich fast ausschließlich aus der Ethnologie herleitet, zu erweitern - eine Forderung, die darin eine Rechtfertigung findet, dass der Mensch ein soziales Kulturwesen ist, das sowohl seine Umwelt aktiv gestaltet als auch selbst durch die Umweltverhältnisse geprägt wird.§§ §16§§Germanische Altertumskunde Online (Germanic Antiquity Studies Online) - just like the Reallexikon that has merged with it - is accompanied by supplementary volumes. This series comprises both monographs and edited volumes on specific topics from the fields of archaeology, history, and literary studies. It thus expands the database with the inclusion of aspects that require comprehensive analysis. More than 100 volumes have now appeared, from Germanenproblemen in heutiger Sicht (The Problems of Germanic Peoples from a Contemporary Perspective) to Germanische Altertumskunde im Wandel (Germanic Antiquity Studies in Flux). § §§ §01§Solveig Möllenberg, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, Esslingen am Neckar.

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