Leitungsgewalt und Kollegialität : Vom benediktinischen Beratungsrecht zum Konstitutionalismus deutscher Domkapitel und des Kardinalkollegs (ca. 500-1500) (Studien zur Germania Sacra, Neue Folge)

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Product Description

The Germania Sacra research project in church history of the Göttingen Academy of Sciences also includes the publication of a subseries Studien zur Germania Sacra. Neue Folge (Studies on Germania Sacra. New Series) besides the main series. This series is devoted to the publication of specialized studies on all institutions of the church of the Holy Roman Empire. These studies thus complement the handbook-like volumes of the main series. Furthermore, in this subseries, the results of the academic meetings of Germania Sacra are published.

Die kirchliche Verfassungsgeschichte des Mittelalters war von einer analogen Entwicklung scheinbar konträrer monarchischer und kollegialer Prinzipien geprägt. Dem Leitungsanspruch von Äbten, Bischöfen und Päpsten standen Beratungsrechte und Mitbestimmungsanliegen ihrer Mönche, Domkapitulare und Kardinäle gegenüber. Die Abhandlung zeigt auf, wie sich letztere im Verlauf der mittelalterlichen Geschichte als mehr oder weniger unabhängige Wahl- und Ratskollegien formierten und um eine Transformation eher unverbindlicher Beratungsfunktionen zu quasi parlamentarischen Rechten bemühten. Einschlägige verfassungsgeschichtliche Dokumente von der Benediktsregel aus dem 6. Jahrhundert bis hin zu bischöflichen und päpstlichen Wahlkapitulationen aus dem 15. Jahrhundert werden hinsichtlich ihrer kulturgeschichtlichen Zusammenhänge und Wirkungen analysiert.

Thomas M. Krüger, Universität Augsburg.

"In einem eindrucksvollen, weitgespannten und kenntnisreichen Überblick kann Thomas Krüger somit nicht nur den endogen-kirchlichen Ursprung kollegialer Beratungs- und Wahlrechte aufzeigen, sondern auch, dass diese sich tendenziell als Reaktion auf autokratisch-monarchische Bedrohungen konsolidiert haben." Klaus Unterburger in: Theologische Revue 3/2014

"Die Augsburger Habilitationsschrift von 2009 ist ein Werk der großen Linien, die souverän durch ein Jahrtausend kirchlicher Verfassungsgeschichte gezogen werden." Manfred Groten in: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 34/2015

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