§15§§Fragen und Antworten der Hirnforschung, Quantenmechanik oder Evolutionstheorie gehen in Romane ein, und Physiker oder Biologen verwenden rhetorische Sprachbilder, um ihre Erkenntnisse zu vermitteln oder sogar erst zu generieren. Dass literarische und wissenschaftliche Interessen sich nicht nur überschneiden, sondern im Kern eins sind, das war zu Keplers, Lichtenbergs oder Goethes Zeiten noch selbstverständlich. Sie wieder allgemein so sichtbar zu machen, wie sie es für zahlreiche Autoren der Gegenwartsliteratur - etwa Richard Powers, Thomas Lehr oder Raoul Schrott - stets geblieben ist, daran arbeiten in einer ungewöhnlichen Kooperation die Erlanger Departments für Physik und für Germanistik im Forschungszentrum ELINAS. Die Beiträge der Reihe widmen sich einerseits naturwissenschaftlichen Themen in literarischen Texten - etwa in Romanen des Amerikaners Richard Powers, der Chinesin Can Hue oder des Deutschen Raoul Schrott. Sie beleuchten andererseits aber auch, welche Rolle Äst §15§hetik in Literatur undNaturwissenschaften spielt.§ §16§§The series Literature and the Natural Sciences is published under the auspices of the Erlangen Research Center for Literature and Natural Science (ELINAS). Researchers from different academic disciplines pool their expertise and methodological know-how to examine how language is used in scientific research and how scientific forms of knowledge are negotiated in literature. The series is conceived as an interdisciplinary platform that reflects on the cultural significance of scientific and literary research, as well as on the rhetoric and ethics of research in the natural sciences more broadly. § §§ §01§Aura Heydenreich,Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen; Klaus Mecke, Universität Erlangen-Nürnberg, Erlangen