§06§§Die ATB ist die traditionsreichste Editionsreihe der germanistischen Mediävistik. Begründet 1881 von Hermann Paul, wurde sie von führenden Fachvertretern, Georg Baesecke, Hugo Kuhn, Burghart Wachinger, betreut. Seit 2001 liegt die Verantwortung in den Händen von Christian Kiening.§ §Die mittlerweile etwa 120 Bände verknüpfen exemplarisch Handschriftennähe und Lesbarkeit, wissenschaftliche Arbeit am Text und Blick auf die akademische Lehre. Sie umfassen anerkannte, zum Teil kommentierte Ausgaben 'klassischer' Autoren der Zeit um 1200, aber auch veritable Werkausgaben (Notker der Deutsche) und anspruchsvolle Neueditionen (Eckenlied, Heinrich von dem Türlin). § §15§§Die Ausgabe der mittelhochdeutschen Dichtung bietet einen Handschriften-nahen Text, der jedoch durch eine Normalisierung der Schreibung leichter lesbar gemacht wurde. Die Grundlage bildet die St. Galler Handschrift 857 (Handschrift D), die als der zuverlässigste Textzeuge gilt. Die grundlegende kritische Parzival-Ausgabe von Karl Lachmann aus dem Jahr 1833 hatte sich zum Ziel gesetzt, den Parzival-Text so zu gestalten, wie der gebildete Leser ihn in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts vorfinden konnte. Die neue Ausgabe kommt diesem Ziel noch einen Schritt näher, indem sie sich ganz eng an die älteste vollständige Handschrift hält und Korrekturen nur an den Stellen vornimmt, an denen der handschriftliche Text fehlerhaft ist. § §12§§"Mit dieser [...] Konzentration auf den Text des Sangallensis ist dem Herausgeber ein Kabinettstück editorischer Kunst gelungen."§Michael Stolz in: Zeitschrift für deutsche Philologie 1/2011§ §07§§The Altdeutsche Textbibliothek [Old German Text Library] is the series of editions of German medieval texts with the richest history. Foundedin 1881 by Hermann Paul, it has been edited by leading Germanists- Georg Beasecke, Hugo Kuhn, Burghart Wachinger. Since 2001, responsibility for the series has rested with Christian Kiening.§In the meantime, the series comprises some 120 volumes, with an exemplary combination of closeness to the original manuscript(s) with ease of reading, philological accuracy with concern for university teaching. It includes recognised editions of "classical" authors from around 1200- some with commentary- but also presents veritable editions of authors' works (Notker the German) and high-quality new editions (Eckenlied, Heinrich von dem Türlin).§ §16§§This edition of the Middle High German epic presents a text close to the ms., but in which the orthography has been normalised to aid readability. It is based on the St Gallen Codex 857 (MS D), which is regarded as the most reliable text. Karl Lachmann's seminal edition of Parzival from 1833 was intended to present a text such as might have been encountered by an educated reader in the first half of the 13th century. This new edition moves closer towards realising this aim by keeping close to the oldest complete manuscript available and only making corrections where the manuscript text is faulty. §