Die Niederschriften der Tagungen der Generalstaatsanwälte erschließen die Strafverfolgungspraxis der frühen Bundesrepublik Deutschland. Themen waren u.a. Stellung der Staatsanwaltschaft, Probleme der Untersuchungshaft und der Strafvollstreckung, Zentrale Stellen in Ludwigsburg und Salzgitter und die Ermittlungen gegen NS-Richter.
Die Generalstaatsanwälte der Westzonen und der späteren Bundesrepublik Deutschland (einschl. West-Berlins) hielten ab Mitte 1948 aus eigener Initiative Tagungen ab, in denen wichtige Themen der Strafverfolgung und Strafvollstreckung behandelt wurden. Die Niederschriften vermitteln einen detaillierten Einblick in die Strafverfolgungspraxis der frühen Bundesrepublik. Themen der Besprechungen waren: Stellung der Staatsanwaltschaft, Straßenverkehrsrecht (u.a. Blutproben), «unzüchtige» Schriften, Staatsschutzdelikte, Probleme der Untersuchungshaft und der Strafvollstreckung, Praxis der Zentralen Stelle Ludwigsburg und der Zentralen Erfassungsstelle Salzgitter, Ermittlungen gegen NS-Richter wegen exzessiver Todesurteile.
Tagungen der Generalstaatsanwälte von 1948-1963. Strafermittlungspraxis in der frühen Bundesrepublik Deutschland - Stellung der Staatsanwälte - Staatsschutzdelikte - Straßenverkehrstrafrecht - Untersuchungshaft und Strafvollzug - Zentrale Stellen in Ludwigsburg und Salzgitter - Ermittlung gegen NS-Richter wegen exzessiver Todesurteile
Werner Schubert war bis 2001 Inhaber eines Lehrstuhls für Römisches Recht, Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Rechtsgeschichte der Neuzeit an der Universität zu Kiel.