Trotz zahlreicher Reformen gibt die Ausgabenentwicklung im stationären Bereich des bundesdeutschen Gesundheitswesens nach wie vor Anlass zur Besorgnis. In diesem Zusammenhang spielen die Ärzte eine entscheidende Rolle. Christian Ernst analysiert die Chefarzt-Träger-Beziehung mit Hilfe des formalen Instrumentariums der ökonomischen Agency-Theorie. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Abbildung der institutionellen Gegebenheiten und der Informationsprobleme im Krankenhaussektor, die für das wirtschaftliche Verhalten der Akteure bedeutsam sind. Der Autor zeigt, wie sich die Resultate nutzen lassen, um Gestaltungsempfehlungen für ein verhaltensorientiertes Krankenhaus-Controlling zur Steuerung wirtschaftlichen Ärzteverhaltens auszuarbeiten. 0. Einführung in die Thematik.- 1. Die Rahmenbedingungen der untersuchten Agency-Beziehung.- 2. Steuerung des Verhaltens leitender Ärzte durch Anreizsysteme.- 3. Risikoselektion und beeinflußbares Case-Mix-Risiko.- 4 Aspekte eines strategischen Krankenhaus-Controlling bei asymmetrischer Information.- 5 Zusammenfassung der Ergebnisse.- Mathematischer Anhang zu Kapitel 2.- Mathematischer Anhang zu Kapitel 3.- Mathematischer Anhang zu Kapitel 4.- Verzeichnis häufig verwendeter Rechtsquellen. Dr. Christian Ernst ist wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Ralf Ewert am Lehrstuhl für Controlling der Universität Frankfurt/Main.