§06§§Mit dem Abschluss des Humangenomprojekts und den Fortschritten der Lebenswissenschaften stellt sich die Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen in geradezu dramatischer Weise. Das neu gewonnene Wissen über den Menschen muss analysiert, aufgearbeitet und bewertet werden. Nicht nur in den Lebens-, sondern auch in den Kulturwissenschaften stellt sich daher die Frage nach dem Selbstverständnis des Menschen, das unsere Handlungen und Bewertungen sowie unsere Orientierung in der Welt prägt. Die Forschenden stehen hierbei jedoch vor der Herausforderung, dass vertraute Intuitionen fragwürdig geworden sind, feststehende Terminologien nicht zur Verfügung stehen und die neuen Erkenntnisse vielleicht grundlegend neue Antworten verlangen.§ §Die Buchreihe Humanprojekt nimmt diese Herausforderung an. Sie schafft eine Plattform, um einen forschungsrelevanten, dabei aber auch öffentlich wirksamen Dialog der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften über die vielfältigen Dimensionen §06§ der Frage nach dem Menschen zu führen.§ §Monographien und thematisch fokussierte Sammelbände, verfasst von ausgewiesenen Forscherinnen und Forschern, behandeln umfassend einzelne Elemente einer aktuellen Anthropologie. Ein systematischer Überblick und vielfältige interdisziplinäre Verknüpfungen auf dem aktuellsten Stand der Forschung weisen die Bände als Referenzwerke zum jeweiligen Thema aus.§ Aktuelle Referenzwerke zur Anthropologie Analyse und Bewertung neuester Entwicklungen in den Lebenswissenschaften Erstklassige WissenschaftlerInnen Interdisziplinäre Kompetenz Klare Darlegung aller verwendeten Begriffe: ideale Werke für interessierte Laien §Reihenherausgeber:§ Detlev Ganten, Charité Universitätsmedizin Berlin Volker Gerhardt, Humboldt-Universität zu Berlin Jan-Christoph Heilinger, Universität Zürich Julian Nida-Rümelin, Ludwig-Maximilians-Universität München§ §15§§Kultur ist eine spezifisch menschliche Eigenschaft. Zwar finden sich Vorformen kultureller Praktiken und Techniken schon bei anderen Tieren, doch erst durch evolutionäre Prozesse wurden diese Vorformen zu den Bedingungen menschlicher Kultur transformiert. Um die wechselseitige Abhängigkeit von biologisch-genetischer und kultureller Evolution zu erhellen, untersuchen die Autoren Techniken und Werkzeuggebrauch, aber auch die Mechanismen der Vermittlung und Weitergabe von Fähigkeiten mit dem Ziel, im Vergleich zu den anderen Tieren spezifische Eigenschaften und Leistungen der menschlichen Tiere zu bestimmen.§ §12§§"Die Mehrzahl der Beiträge ist also von der manchmal fanatischen Ideologisierung der Evolutionstheorie weit entfernt. Der Leser wird mit Fortschreibungen und Korrekturen bekannt gemacht, und er bekommt Material in die Hand, mit dem Einwänden gegen die Evolutionstheorie begegnet werden kann."§Stefan Diebitz in: www.literaturkritk.de§ §01§Volker Gerhardt, Humboldt-Universität zu Berlin; Julian Nida-Rümelin, Ludwig-Maximilians-Universität München.