§06§§Die Buchreihe Linguistische Arbeiten (LA) trägt wesentlich zur aktuellen linguistischen Theoriebildung im Bereich der allgemeinen und einzelsprachlichen Linguistik bei. Veröffentlicht werden hochwertige Arbeiten, die aktuelle Fragestellungen bearbeiten und die Entwicklung der Sprachwissenschaft, synchron oder diachron, empirisch oder theoretisch orientiert, vorantreiben. §15§In dieser Arbeit wird zum einen die Distribution der Extraktion von Präpositionalattributen beschrieben, zum anderen wird eine Theorie vorgeschlagen, die diese erklärt. Die empirische Untersuchung des Phänomens zeigt, dass Topikalisierung rein durch grammatische Prinzipien gesteuert ist und bewegungstheoretisch erfasst werden kann. Anders jedoch die Scramblingoperation: Diese wird einerseits durch den Kontext lizensiert, andererseits wird sie jedoch auch durch grammatische Prinzipien eingeschränkt. Scrambling ist entsprechend sowohl durch das satzbezogene System der Grammatikalität als auch durch das kontextbezogene System der Angemessenheit gesteuert. Diese für generative Theorien problematische Interaktion der beiden Systeme wird im Rahmen der Optimalitätstheorie auf der Basis einer Weiterentwicklung des Subhierarchiemodells von Müller (1999) erklärt. Diese Weiterentwicklung lässt einerseits zu, dass das Phänomen durch ein einheitliches Modell erfasst werden kann, andererseits a §15§ber auch, dass satzbezogene Beschränkungen von kontextbezogenen klar getrennt werden können. Damit kann die Annahme der Autonomie der Grammatikkomponente beibehalten werden. Sowohl die empirische Untersuchung des Phänomens als auch der theoretische Erklärungsvorschlag tragen zum besseren Verständnis der Interaktion grammatischer und pragmatischer Prinzipien bei. §07§The book series Linguistische Arbeiten (LA) publishes high-quality work in linguistics that addresses current issues in synchrony and diachrony, theoretically or empirically oriented. §16§§Over the past few decades, the book series Linguistische Arbeiten [Linguistic Studies], comprising over 500 volumes, has made a significant contribution to the development of linguistic theory both in Germany and internationally. The series will continue to deliver new impulses for research and maintain the central insight of linguistics that progress can only be made in acquiring new knowledge about human languages both synchronically and diachronically by closely combining empirical and theoretical analyses. To this end, we invite submission of high-quality linguistic studies from all the central areas of general linguistics and the linguistics of individual languages which address topical questions, discuss new data and advance the development of linguistic theory.