Deutsche Lexikographie des 16. Jahrhunderts : Konzeptionen und Funktionen frühneuzeitlicher Wörterbücher. Habil.-Schr. (Texte und Textgeschichte 49) (2001. XX, 668 S. 100 Illustrations. 230 mm)

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Das 16. Jahrhundert war eine Zeit vielfältiger lexikographischer Produktion. Auch im deutschen Sprachraum sind zahlreiche Wörterbücher entstanden, die verschiedene kulturgeschichtliche Entwicklungsstränge dokumentieren. Hierzu gehören insbesondere die humanistischen Bestrebungen um eine klassische Bildung, aus denen sich sekundär ein auf das Deutsche gerichtetes Interesse entwickelte. Aber auch die zunehmende Bedeutung des Deutschen als Fach-, Verwaltungs- und Kirchensprache sowie die - etwa für Reisen - erforderlichen Kenntnisse lebender Fremdsprachen haben zu einer ganzen Reihe typologisch unterschiedlicher ein-, zwei- und mehrsprachiger Wörterbücher geführt.

Die vorliegende Monographie enthält eine Gesamtdarstellung dieser Werke auf der Basis der im deutschen Sprachraum gedruckten Wörterbücher. Aspekte der Analyse sind zum einen die Formen der Lemmasortierung und -kommentierung sowie die Gestaltung der Wörterbuchvorspanne und -nachspanne als Voraussetzung für das Erstellen einer Wörterbuchtypologie und für das Aufzeigen von Entwicklungslinien, die für das 16. Jahrhundert charakteristisch sind (Wörterbücher aus Wörterbüchern; Wörterbuchtitel; Bezüge zur Lexikographie des 15. und 17. Jahrhunderts; deutsche Lexikographie im europäischen Kontext). Zum anderen werden die Wörterbücher im Hinblick auf ihre Funktion als Dokumente frühneuzeitlicher Wissensvermittlung beschrieben. Dabei steht die Frage im Vordergrund, für welche Lebensbereiche die Textsorte "Wörterbuch" zur Vermittlung von Sprach- und Sachwissen eingesetzt wurde (Autoren - Adressaten - Benutzungsintentionen) und welche Rolle hierbei den deutsch- bzw. fremdsprachigen Einträgen zukommt. 100 Abbildungen aus Wörterbüchern illustrieren die Darstellung.

§06§§Die Reihe Texte und Textgeschichte, begründet von der Würzburger Forschergruppe Prosa des deutschen Mittelalters unter ihrem Leiter Kurt Ruh, enthält Ausgaben und Untersuchungen zu breitüberlieferten und wirkungsmächtigen Gebrauchstexten des deutschen Spätmittelalters, dargeboten und aufbereitet unter Betonung der kommunikativen Funktion von Literatur, dem Wechselverhältnis von Autor, Schreiber und Publikum. Das bedeutet die primäre Berücksichtigung der Textmutationen im Verlaufe der Überlieferung; wie diese editorisch optimal darzustellen sind, ist das methodische Ziel jeder der Ausgaben (überlieferungsgeschichtliche Methode). Die Untersuchungen sind auf die je besonderen Gegebenheiten der Überlieferung ausgerichtet textgeographisch, textchronologisch und textsoziologisch , erarbeiten die Quellen und verfolgen die Wirkung.§ §15§§Das 16. Jahrhundert war eine Zeit vielfältiger lexikographischer Produktion. Auch im deutschen Sprachraum sind zahlreiche Wörterbücher entstanden, die verschiedene kulturgeschichtliche Entwicklungsstränge dokumentieren. Hierzu gehören insbesondere die humanistischen Bestrebungen um eine klassische Bildung, aus denen sich sekundär ein auf das Deutsche gerichtetes Interesse entwickelte. Aber auch die zunehmende Bedeutung des Deutschen als Fach-, Verwaltungs- und Kirchensprache sowie die - etwa für Reisen - erforderlichen Kenntnisse lebender Fremdsprachen haben zu einer ganzen Reihe typologisch unterschiedlicher ein-, zwei- und mehrsprachiger Wörterbücher geführt. § §Die vorliegende Monographie enthält eine Gesamtdarstellung dieser Werke auf der Basis der im deutschen Sprachraum gedruckten Wörterbücher. Aspekte der Analyse sind zum einen die Formen der Lemmasortierung und -kommentierung sowie die Gestaltung der Wörterbuchvorspanne und -nachspanne als Voraussetzung für das E §15§rstellen einer Wörterbuchtypologie und für das Aufzeigen von Entwicklungslinien, die für das 16. Jahrhundert charakteristisch sind (Wörterbücher aus Wörterbüchern; Wörterbuchtitel; Bezüge zur Lexikographie des 15. und 17. Jahrhunderts; deutsche Lexikographie im europäischen Kontext). Zum anderen werden die Wörterbücher im Hinblick auf ihre Funktion als Dokumente frühneuzeitlicher Wissensvermittlung beschrieben. Dabei steht die Frage im Vordergrund, für welche Lebensbereiche die Textsorte "Wörterbuch" zur Vermittlung von Sprach- und Sachwissen eingesetzt wurde (Autoren - Adressaten - Benutzungsintentionen) und welche Rolle hierbei den deutsch- bzw. fremdsprachigen Einträgen zukommt. 100 Abbildungen aus Wörterbüchern illustrieren die Darstellung.§ §07§§The series Texte und Textgeschichte [Texts and Textual History] set up by the Würzburg research group on Medieval Prose under its leader Kurt Ruh contains editions and studies of widely disseminated high-impact late medieval German functional texts. They are prepared and presented with an emphasis on the communicative function of literature, the mutual interaction of author, writer and public. This involves taking primary account of textual mutations in the course of transmission; the methodological objective of each of the editions is to present these editorially in an optimum manner (textual transmission methodology). The studies are directed in each case at the particular circumstances of the transmission - textual geography, chronology and sociology - process the sources and trace the impact of the texts.§

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