Ein Querschnitt Durch die Arbeit der Tübinger Nervenklinik (1949. 1949. viii, 412 S. 50 SW-Abb., 1 Farbabb.,. 244 mm)

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Der vorliegende Band, den wir unserel11 hochverehrten Lehrer, Rerrn Professor Dr. l11ed. Dr. phil. h. c. ERNST KRETSCHMER zum 60. Geburtstag widmen, stellt einen Quetschnitt durch die verschifl den en Arbeitsrichtungen del' Tubinger Nervenklinik dar, wenn daran auch nicht nur del' augenblickliche Mitatbeiterstab E. KRETSCHMERS, sondern auch seine Freunde und fruheren SchUler beteiligt sind. Die hier bearbeiteten Themen liegen weit auseinander und ruhen dennoch auf einer gemeinsamen Grundlage: dem Konstitutionsgedanken, der aIle Bereiche der Psychiatrie und Neurologie samt ihren Grenzgebieten durchdringt und ohne den eine moderne Anthropologie nicht mehr zu denken ist. An den Anfang des Buches stellen wir daher auch die Mitteilungen uber neue Ergebnisse der enger-en Konstitutionsforschung. Sie be schaftigen sich vor allem mit der Konstitutionsbiologie des Entwick lungsalters und mit morphologischen, physiologischen und patho physiologischen Fragen. Es folgen dann einige Arbeiten, die auf die Notwendigkeit del' mehrdil11ensionalen Diagnostik in der Psychiatrie und Psychotherapie eingehen. Riel' wird die groBe Bedeutung del' von E. KRETSCHMER begrundeten modernen Konstitutionsforschung fUr die alltagliche Praxis besonders deutlich. pas Lebensschicksal des Einzelnen witd nicht als eine Kette auBerer Einflusse und die Neurose nicht als Auswirkung ex ogeneI' Schadigungen gesehen, sondern sie werden als eine innige Verflechtung konstitutioneIler und psychisch reaktiver Momente verstanden. Die Anlage des Einzelnen und sein Lebensraum stehen in dauernder Wechselwirkung, sie induzieren sich gegenseitig.

§15§Der vorliegende Band, den wir unserel11 hochverehrten Lehrer, Rerrn Professor Dr. l11ed. Dr. phil. h. c. ERNST KRETSCHMER zum 60. Geburtstag widmen, stellt einen Quetschnitt durch die verschifl den en Arbeitsrichtungen del' Tubinger Nervenklinik dar, wenn daran auch nicht nur del' augenblickliche Mitatbeiterstab E. KRETSCHMERS, sondern auch seine Freunde und fruheren SchUler beteiligt sind. Die hier bearbeiteten Themen liegen weit auseinander und ruhen dennoch auf einer gemeinsamen Grundlage: dem Konstitutionsgedanken, der aIle Bereiche der Psychiatrie und Neurologie samt ihren Grenzgebieten durchdringt und ohne den eine moderne Anthropologie nicht mehr zu denken ist. An den Anfang des Buches stellen wir daher auch die Mitteilungen uber neue Ergebnisse der enger-en Konstitutionsforschung. Sie be schaftigen sich vor allem mit der Konstitutionsbiologie des Entwick lungsalters und mit morphologischen, physiologischen und patho physiologischen Fragen. Es folgen dann einige Arbeiten, d §15§ie auf die Notwendigkeit del' mehrdil11ensionalen Diagnostik in der Psychiatrie und Psychotherapie eingehen. Riel' wird die groBe Bedeutung del' von E. KRETSCHMER begrundeten modernen Konstitutionsforschung fUr die alltagliche Praxis besonders deutlich. pas Lebensschicksal des Einzelnen witd nicht als eine Kette auBerer Einflusse und die Neurose nicht als Auswirkung ex ogeneI' Schadigungen gesehen, sondern sie werden als eine innige Verflechtung konstitutioneIler und psychisch reaktiver Momente verstanden. Die Anlage des Einzelnen und sein Lebensraum stehen in dauernder Wechselwirkung, sie induzieren sich gegenseitig. §03§Ernst Kretschmer zur Vollendung seines 60. Lebensjahres.- Die Bedeutung der Konstitutionsuntersuchung Jugendlicher.- Die Kretschmerschen Konstitutionstypen als funktionelle Gegenpole ihrer Legierungen, zugleich ein Beitrag zur Akklimatisationsfrage.- Zum Problem der hypoplastisch asthenischen Konstitution.- Konstitutionstypologische Unterschiede bei der Insulinschockbehandlung.- Konstitution und Psychotherapie.- Zur Wechselwirkung der konstitutionell-hereditären und psychisch-reaktiven Gegebenheiten bei der Entstehung von Neurosen.- Untersuchungen über die Schädelbasisknickung beim Menschen.- Blutuntersuchungen und Kreislauffunktionsprüfungen an gesunden Konstitutionstypen.- Über ererbte und erworbene Konstitution vom Standpunkt des Pathologen.- Die Formveränderungen des 3. Ventrikels in ihrer konstitutionsbiologischen Bedeutung.- Tod und Erneuerung in der schizophrenen Daseins Umwandlung.- Über sensitive Wahnbildungen nach Ehebruch.- Über den mehrdimensionalen Aufbau der Alters- §03§psychosen.- Ein Schizophrener vor und nach der präfrontalen Leukotomie.- Rheuma und Psychose.- Der psychotische Mensch in der Psychotherapie.- Psychotherapie und Psychopathologie.- Die Pathogenese der Hyperemesis gravidarum.- Hirnelektrische Befunde bei gestuften aktiven Hypnoseübungen.- Zum Ursachenproblem bei traumatischen Hirnschädigungen mit psychisch-reaktiven Manifestationen.- Beitrag zum Problem der parietalen Alexie.- Über atypische Encephalitisfälle mit Gliaknötchenbildung (sowie deren Beziehungen zur Grippe-Encephalitis und Pseudosklerose).- Bamberger Tagebuch 1808-1813. Durchbruch des Schöpferischen.- Tödliche Luftembolie anläßlich Trepanation bei Folgezuständen frühkindlicher Meningitis.- Quo vadimus?.

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