Der Orient im kulturellen Gedächtnis der Deutschen (Europäische Hochschulschriften / European University Studies/Publications Universitaires Européenne 205) (2019. 228 S. 210 mm)

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German

Product Description

Als kollektiver Diskurs mit identitätsstiftenden Funktionen basiert der Orientalismus auf der asymmetrischen Unterscheidung zwischen dem fortschrittlichen «Okzident» und dem rückständigen «Orient». Dabei agiert die Gattung Reisebericht als eines der wichtigsten Medien dieses westlichen Phänomens. Auch im Zeitalter der Digitalisierung scheint diese Gattung noch Träger und Produkt der orientalistischen Beschäftigung mit dem nichtwestlichen «Anderen» zu sein. Auf dieser Basis geht die Untersuchung von den folgenden zwei Thesen aus: erstens, dass der deutsche Orientalismus im 19. Jahrhundert nicht weniger hegemonial als der englische oder französische Orientalismus war, und zweitens, dass eine gegenwärtige Fortsetzung dieser hegemonialen Auseinandersetzung mit dem «Orient» im kulturellen Gedächtnis der Deutschen wahrzunehmen ist.

Das Buch setzt sich mit der deutschen Orientvorstellung und deren Funktionen innerhalb des kulturellen Gedächtnisses auseinander. Dabei werden einige ausgewählte Orientreiseberichte aus dem 19. und 21. Jh. analysiert. Eine Fortsetzung der hegemonialen Auseinandersetzung mit dem «Orient» ist auch in den Zeiten des Postkolonialismus wahrzunehmen.

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