Die Ausgrabungen in Manching-Süd von 1990-2009 : Studien zur Siedlungsstruktur und Befestigungsanlage des Oppidums (Die Ausgrabungen in Manching 21) (2017. 484 S. 45 Tafeln, 24 Beilagen. 31 cm)

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Das latènezeitliche Oppidum von Manching ist heute, nach mehr als 60 Jahren intensiver Forschungstätigkeit, eine der am besten untersuchten eisenzeitlichen Siedlungen Mitteleuropas. Band 21 der Reihe Ausgrabungen in Manching befasst sich vor allem mit Fragen der Siedlungsarchäologie. Im ersten Teil des Buches wird die Besiedlung im Süden des Oppidums aufgearbeitet und im zweiten Teil werden Stratigraphie und Bauweise der monumentalen Befestigungsanlage behandelt und erstmals die alle Ausgrabungen am Ringwall zusammenfassend bearbeitet.
Bei Ausgrabungen zwischen 1990 und 2009 wurden insgesamt 19 ha Fläche des 380 ha großen Oppidums archäologisch untersucht. Durch die Auswertung der Funde und Befunde war es möglich, wichtige neue Erkenntnisse zur Siedlungsentwicklung und zur Funktion der Randbereiche zu gewinnen. Die Besiedlung im Süden wird durch den Übergang in das angrenzende Niedermoor stark durch die naturräumlichen Gegebenheiten geprägt. Anhand der Brunnen und Gräben wird deutlich, dass während der Latènezeit gezielt Maßnahmen zum Absenken des Grundwassers durchgeführt wurden. Ein umfangreiches kreisförmiges Grabensystem diente als Drainage und Siedlungsgrenze vor der Errichtung der Stadtmauer. Die durch hohe Grundwasserstände geprägten Flächen nutzten die Bewohner vor allem als landwirtschaftliche Flächen, während auf den trockenen Arealen eine lockere Bebauung aus Wohn- und Wirtschaftsgebäuden entstand. Im Südosten des Oppidums zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Hier konnte eine geplante Bebauung nachgewiesen werden, die auf regelmäßigen rechtwinkligen Parzellen errichtet wurde.
Die Flächen im Süden des Oppidums lassen erkennen, dass hier bereits vor dem Bau der Stadtmauer die kreisförmige Struktur der Siedlung mit radial verlaufenden Straßen festgelegt wurde. Eine Analyse zeigte hier, dass das Siedlungszentrum im Bereich der Zentralflächen und des Altenfeld dicht besiedelt und von großen repräsentativen Gebäuden geprägt war, während in den Randbereich
Im mittlerweile 21. Band der Reihe "Die Ausgrabungen in Manching" werden die Grabungen der Jahre 1990-2009 im Süden des Oppidums ausgewertet. Die insgesamt 19 ha Fläche erlauben es, zuverlässige Aussagen über die Besiedlungsstruktur und die Funktion dieser Areale im Gesamtgefüge der 380 ha großen Siedlung zu treffen. Anhand von drei nach modernsten Standards durchgeführten Wallschnitten sowie von 14 weiteren Altgrabungen im Bereich des Ringwalls liefert die Publikation eine Synthese der Architektur und Baugeschichte der monumentalen Befestigungsanlage.

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