Die Lehre vom Rechtszeichen : Entwurf einer allgemeinen Rechtslehre (Schriften zur Rechtstheorie)

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Entworfen wird eine allgemeine Rechtslehre auf der Grundlage der allgemeinen Semiotik von Charles S. Peirce. Sie erfasst interne Normbildung und Akzeptanz ebenso wie Romanliteratur und die mediale Erscheinung des Rechts in Akten und Verhandlungen. Die Beispiele für Rechtszeichen bilden ein Kaleidoskop bekannter Verfahren. Dargestellt werden dabei Grundbegriffe der klassischen Methodenlehre: Norm und Fall ebenso wie Methode und Verfassung. »The Sign of Law«On the basis of general jurisprudence theoretical aspects of Peirce-specific trichotomies are developed. They lead from the firstness of leading cases to the secondness of well known court decisions and produce judicial habits opening a process of recursive operations using this formula. EinleitungI. Das Eins-Zwei-Drei des RechtsRecht, Zeichen und Zeichentheorie - Semantik und Pragmatik - Das Erste: Unrecht, Rechtsgefühl und Zorn - Zum Zweiten: Maßnahmen, Tatsachen, Gewalt - Drittes: Kamele, Ratten, Interpretanten - Gerechtigkeit, Rechtskraft und die Kraft des RechtsII. Drei Arten der ObjektrelationDie Trichotomie der Objektrelation: Ikon, Index und Symbol - Ikonizität und Bild - Indexikalität und Welt - Symbol und GesetzIII. Der interne GesichtspunktDie individuelle Akzeptanz - Zur Analyse personaler Zeichen - Objektqualitäten: Spinoza-Effekte, guter Geschmack und ImmanenzIV. Literarische RechtszeichenEin schriftlicher Schein über den Ungrund (Kleist: »Michael Kohlhaas«) - Alles gesetzlich (Gontscharow: »Oblomow«) - Das Aufschreibesystem (Schreber: »Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken«) - Die Sachlichkeit des Mordes (Broch: »Huguenau oder die Sachlichkeit«) - Karriere eines Romans (K. Mann: »Mephisto«) - Eichzeichen (Roth: »Das falsche Gewicht«) - Josef K. (Kafka: »Der Proceß«) - Der Mann vom Lande (Kafka: »Vor dem Gesetz«)V. Medien des RechtsAkten - Archive - Unterschriften - VerhandlungenVI. Das JustizdispositivRechtsbegehren - Der Wille zur Wahrheit - Formenzwang - Körperzwänge - Die Waffen des Prozesses - EntscheidungsnotVII. Die EntscheidungDas Geheimnis der Entscheidung - Dicents oder Urteilsformeln - Indizierung im Tatbestand - Legizeichen der Entscheidung - Verfahren ohne EntscheidungVIII. Das Theater des GerichtsDie theatrale Dimension - Die Aufführenden - Inszenierungen - Das PublikumIX. Die NormNormbegriff und Normenbegründungen - Tatbestand und Rechtsfolge - Zurechnung und Zuschreibung - GeneralklauselnX. MethodeAuslegung - Juristische Topik und Topoi im Gerichtsgebrauch - Argumentation und Abduktion - Unter Verdacht: Rechtsbeugung - QuerulanzXI. Der FallDie (Kriminal-)Fallgeschichte - Juristische Schulfälle - Kasuistik - AuschwitzXII. VerfassungenVerfassungszeichen: Bilder, Texte, Fahnen - Grundrechte - Menschenrechte - Der Aufstand der ZeichenSemiotisches Glossar, Personen- und Sachverzeichnis Promotion 1975 bei Theodor Viehweg, wiss. Mitarbeiter bis 1982, Lehrbeauftragter für linguistische Pragmatik an der Universität Gießen, Richter von 1982 bis 2011, Honorarprofessor beim Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Frankfurt seit 1999.

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