Rechtspraktikerliteratur und neuhochdeutsche Schriftsprache : Conrad Heydens Klagspiegel und Ulrich Tenglers Laienspiegel. Habilitationsschrift (Deutsche Sprachgeschichte 11) (2020. 410 S. 75 Abb. 210 mm)

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In der Frühen Neuzeit kam es durch die Rezeption des römischen Rechts in Deutschland zu einer Umgestaltung des Rechtssystems. Die Anwender des neuen Rechts waren oftmals nicht universitär ausgebildete Laien, für die lehrbuchartige Texte auf Deutsch verfasst wurden. Zwei dieser Rechtsquellen - der Klagspiegel Conrad Heydens und der Laienspiegel Ulrich Tenglers - werden in der vorliegenden Arbeit in einem interdisziplinären Forschungsansatz hinsichtlich ihrer sprachlichen Gestaltung sowohl qualitativ als auch quantitativ ausgewertet. Dabei werden die Bemühungen um eine überregionale Verständlichkeit und die Etablierung juristischer Fachtermini, die Verwendung von Paarformeln und Handlungsanweisungen für die Rede vor Gericht sowie die längerfristige Entwicklung der Texte beleuchtet.

Das Buch analysiert die Rechtspraktikersprache der Frühen Neuzeit anhand zweier bedeutender Rechtsbücher (Klagspiegel und Laienspiegel) hinsichtlich ihrer sprachlichen Merkmale und Entwicklungen. Die Autorin stellt die sprachlichen Mittel und Methoden dar, mittels derer ungelehrten Rechtsanwendern das neue römisch-kanonische Recht vermittelt wurde.

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