§15§Der Vergleich von drei repräsentativen Studien aus den Jahren 1966, 1981 und 1996 gibt höchst interessante Aufschlüsse darüber, wie sich das sexuelle Verhalten von Studierenden und ihre Einstellungen zu Fragen der Sexualität, Partnerschaft, Liebe usw. in den letzten 30 Jahren verändert haben. Wie die Studie belegt, hat die sexuelle Revolution der 60er Jahre die noch heute vorherrschenden Einstellungen zur Sexualität nachhaltig geprägt. Neue Trends sehen die Autoren in der wachsenden Bedeutung, die festen Partnerschaften zugesprochen wird und im ambivalenten Verhältnis zur Lebensform des Singles.§Präsentiert werden die Ergebnisse von drei vergleichenden empirischen Studien, die Aufschluss darüber geben, wie sich das sexuelle Verhalten von Studierenden und ihre Einstellung zu Fragen der Sexualität, Partnerschaft, Liebe, Treue, homo- und bisexuellen Erfahrungen, Verhütung und Schwangerschaft, sexuellen Belästigung und Gewalt, zu HIV, zum Verhältnis der Geschlechte r usw. in den letz §15§ten mehr als 30 Jahren gewandelt haben.§In der repräsentativen Studie von 1996 wurden 7.500 Studierenden im Alter zwischen 19 und 32 Jahren aus fünfzehn Universitäten - drei davon aus den neuen Bundesländern - befragt.§ §01§Prof. Dr. Gunter Schmidt, Dipl.-Psych., ist Leiter der Abteilung für Sexualforschung der Psychiatrischen Klinik an der Universität Hamburg. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung.