Die Geschichte der Naturwissenschaften wird gemeinhin an den großen Namen der Frühen Neuzeit festgemacht: Galilei, Newton, Kopernikus. Aber jene bewegten sich nicht in einem luftleeren Raum, sondern es gab eine Atmosphäre des kulturellen und wissenschaftlichen Aufbruchs, die nicht nur von ebenjenen verkörpert wurde. Einer dieser eher unbekannten Humanisten ist Giovanni di Guevara, um den es in diesem Buch geht. Dabei bewegt er sich zwischen den radikalen Neuerungen der Renaissance und dem traditionellen Weltbild der Kirche, ohne die Kirchenoberen herauszufordern. Nichtsdestotrotz leistet er einen wichtigen Beitrag, um deren Dogmen aufzuweichen, unter anderem durch die Auseinandersetzung mit der Physik von Aristoteles, dem Bezugspunkt für das naturwissenschaftliche Denken der Kirche.
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