Offerenteninschriften auf den frühchristlichen Mosaikböden Venetiens und Istriens (Ergänzungsbände zum Reallexikon der Germanischen Altertumskunde 26) (Reprint 2012. 2000. IX, 306 S. 21 b/w ill., 16 Taf. 24,5 cm)

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Germanische Altertumskunde Online (Germanic Antiquity Studies Online) - just like the Reallexikon that has merged with it - is accompanied by supplementary volumes. This series comprises both monographs and edited volumes on specific topics from the fields of archaeology, history, and literary studies. It thus expands the database with the inclusion of aspects that require comprehensive analysis. More than 100 volumes have now appeared, from Germanenproblemen in heutiger Sicht (The Problems of Germanic Peoples from a Contemporary Perspective) to Germanische Altertumskunde im Wandel (Germanic Antiquity Studies in Flux).

Im Zuge der kaiserlichen Toleranzedikte und der "Bekehrung" Kaiser Konstantins konnte das Christentum seit dem 4. Jahrhundert stärker in die Öffentlichkeit treten und seine Kultbauten und Versammlungsorte nach seinen Bedürfnissen gestalten und ausschmücken.

Die prächtigen Mosaikfußböden der spätantiken Kirchen an der oberen Adria sind großartige Zeugnisse der frühchristlichen Archäologie und Kultur. Der Verfasser untersucht diese Pavimente mit ihren Inschriften, den sogenannten Offerenteninschriften: Sie geben Auskunft über die Namen der Stifter und deren Beitrag zum jeweiligen Bodenmosaik. Im ersten Teil des Bandes bietet der Autor einen historischen Überblick. Es zeigt sich, dass die Wurzeln des auffälligen wie rätselhaften Brauches, Fußböden als Bild- und Schriftmedium zu nutzen, bis ins heidnische Altertum zurückreichen. Im Untersuchungsgebiet Histria et Venetia war der musivische (eingelegte) Bodenschmuck schon sehr stark verbreitet, bevor er in die kirchlichen Gebäude rund um das Mittelmeer seinen Einzug hielt. Der zweite Teil der Arbeit behandelt die kunst- und auch religionsgeschichtlichen Besonderheiten der adriatischen Offerenteninschriften: Sie erlauben Rückschlüsse sowohl auf die spätantike Kirchenorganisation wie auch auf die liturgischen Bräuche und Heilsvorstellungen der Gläubigen.

Prof. Dr. Alfons Zettler lehrt mittelalterliche Geschichte an der Unversität Dortmund.

"Man kann nur hoffen, daß die Arbeit, die keinem gängigen historischen Gegenstand verpflichtet ist und bewußt den Brückenschlag zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen versucht, im Bereich Altertumswissenschaft und der Mediävistik die Anerkennung findet, die sie aufgrund ihrer fraglosen Qualität verdient."

PD Dr. Thomas Martin Buck, Mediaevistik 15/2002

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