Britishness : Die Debatte über nationale Identität in Großbritannien, 1967 bis 2008 (Ordnungssysteme 55) (2019. X, 372 S. 230 mm)

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In den 1990er und 2000er Jahren diskutierten britische Politiker, Akademiker und Journalisten öffentlich über die Definition britischer nationaler Identität, kurz Britishness. Aus der Perspektive der neuen Ideengeschichte versteht diese Studie die Debatte als Teil eines seit den späten 1960er Jahren andauernden Aushandlungsprozesses. Fragen nationaler und gesellschaftlicher Zugehörigkeit wurden zur Chiffre im Umgang mit wirtschaftlichen, politischen und demographischen Veränderungen wie dem Ende des Empire, den Forderungen nach schottischer und walisischer Selbstbestimmung sowie der Sorge um die Konsequenzen postkolonialer Einwanderung, die die bis dahin bestehende Sozialordnung in Frage stellten. Almuth Ebke ordnet dabei nicht nur die einzelnen Debattenstränge in den historischen Kontext ein, sondern untersucht auch den damit zusammenhängenden Wandel der Begriffe, die zur Beschreibung sozialer Zugehörigkeit verwendet wurden. Aus dieser Perspektive gelingt es nicht nur, bis heute verwendete Analysekategorien wie "nationale Identität" historisch zu verorten. Aktuelle Debatten wie um den Brexit werden darüber hinaus als gegenwärtige Ausprägungen einer schon viel länger ablaufenden Selbstverständigungsdebatte in Großbritannien sichtbar.

§15§In den 1990er und 2000er Jahren diskutierten britische Politiker, Akademiker und Journalisten öffentlich über die Definition britischer nationaler Identität, kurz Britishness. Aus der Perspektive der neuen Ideengeschichte versteht diese Studie die Debatte als Teil eines seit den späten 1960er Jahren andauernden Aushandlungsprozesses. Fragen nationaler und gesellschaftlicher Zugehörigkeit wurden zur Chiffre im Umgang mit wirtschaftlichen, politischen und demographischen Veränderungen wie dem Ende des Empire, den Forderungen nach schottischer und walisischer Selbstbestimmung sowie der Sorge um die Konsequenzen postkolonialer Einwanderung, die die bis dahin bestehende Sozialordnung in Frage stellten. Almuth Ebke ordnet dabei nicht nur die einzelnen Debattenstränge in den historischen Kontext ein, sondern untersucht auch den damit zusammenhängenden Wandel der Begriffe, die zur Beschreibung sozialer Zugehörigkeit verwendet wurden. Aus dieser Perspektive gelingt es nicht nur, bis heute §15§verwendete Analysekategorien wie "nationale Identität" historisch zu verorten. Aktuelle Debatten wie um den Brexit werden darüber hinaus als gegenwärtige Ausprägungen einer schon viel länger ablaufenden Selbstverständigungsdebatte in Großbritannien sichtbar. §12§"Historians interested in contemporary british history - whether from the perspective of the history of§ideas, or social or political history - will find this book immensely useful." Juliane Clegg in: German Historical Institute London Bulletin, XLII/2 (2020), 101-106 §01§Almuth Ebke, Universität Mannheim

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