Die Text-Kunstkammer : Populäre Wissenssammlungen des Barock am Beispiel der »Relationes Curiosae« von E.W. Happel (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte)

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Im späten 17. Jahrhundert wurden das Wissen der Welt und die Welt der Wissenschaften erstmals durch periodische Medien neu vermittelt. Als frühester und erfolgreichster Vertreter dieser populären Wissensperiodika gelten die »Größten Denkwürdigkeiten der Welt oder so genannte Relationes Curiosae« (1681-1691) des Polyhistors Eberhard Werner Happel. Ausgehend von der Analogie materieller und textueller Sammlungsformen im Barock zeigt die Studie, dass die zeitgenössische Dominanz des Kunstkammer-Modells auf den Diskurs der neuen Medien abfärbte und auch Happels Hamburger Wochenblatt maßgeblich prägte. Der Band eröffnet auch ein erweitertes Verständnis der Formationsphase periodischer Wissensmedien in der Frühen Neuzeit.

§15§ §03§ §01§Schock, Flemming Flemming Schock ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt §03§s persönliche Kontakte zur Gelehrtenwelt§§VI. Reale und virtuelle Sammlungsräume: Wissen zwischen Materialität und Textualität§6.1. "Die Wunderbare Kunst-Kammer": Ausgreifen von Wissensform und Wissensraum§6.2. Die Integration von Kunst- und "Buchkammer"§6.3. Die (Text-)Kunstkammer: Medienübergang und -vergleich§6.3.1. Bruchstücke und Projektion fremder Welten§6.3.2. Ein Kompendium aller merkwürdigen Dinge§6.3.3. Ordnung der (Text-)Kunstkammer und religiöser Überbau§§VII. Schlüsseldiskurse der Text-Kunstkammer: Beispielanalysen des Wissenshorizontes§7.1. Außenansichten der "Welt-Kunstkammer": Von Seltsamkeiten fremder Nationen§7.1.1. Die "Curiosität" des Anderen: Determinanten der Fremdwahrnehmung§7.1.2. Abwehr durch religiöse Gegenfiguren: Christen und 'heidnische Barbaren'§7.1.3. Zeitlose Medienthemen: Von Hottentotten und "solennen Exekution[en"§7.1.4. Exotismus und Verlangen: Von 'künstlichen' Chinesen§7.1.5. Fazit: Leistungen und Grenzen wöchentlicher 'Lehnstuhlethnographie' §03§7.2. Die abweichende, spielende und künstliche Natur§7.2.1. Künstliche Wunder der Natur / Natürliche Wunder der Kunst§7.2.2. Mediengeschichte eines Kunstwunders: "Das Wunder-Horn zu Oldenburg"§7.2.3. "Die seltsam gebildete Mandragora" und andere anthropomorphe Pflanzen§7.3. Neue Wunder: Die Popularisierung der 'neuen' Wissenschaften§7.3.1. "Himmels-Wissenschaft" und "Sternen-Gucker"§7.3.2. "Die neulich erfundene Microscopia oder Vergrösserungs-Gläser§7.3.3. Wissen aus (medialer) Erfahrung? Semantik und Pragmatik eines Begriffs§§VIII. Schlussbetrachtung und Ausblick: Periodizität und wissenskultureller Wandel§8.1. Semantiken und Kritik des Wunderbaren§8.2. Medientypus des Barock - Medientypus der Moderne§8.3. Epilog: Skizze zur Rezeptions- und Wirkungsgeschichte der Relationes Curiosae§§Literaturverzeichnis§Abbildungsnachweise§Register

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