Jahrhunderte lang hat die christliche Theologie gegen die Juden geschrieben. Was bisher gefehlt hatte, ist ein »Traktat über die Juden« im Sinne eines »Tractatus pro Judaeis«. Dass aus dem »gegen« ein »für« oder wenigstens ein neutrales »über« werden konnte, hängt mit der längst fälligen Besinnung der Kirchen über ihre »Wurzel« zusammen.Im katholischen Bereich setzte diese Umorientierung vor allem mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein. Damit ist ein Lernprozess in Gang gekommen, der für den christlich-jüdischen Dialog, aber auch insgesamt das Selbstverständnis des Christentums von größter Bedeutung ist. Die Neuauflage eines hoch geehrten Werkes.