Fernando Pessoa und Clarice Lispector werden im Hinblick auf ihre modernen Eigenschaften untersucht und verglichen. Der Fokus richtet sich auf Lispectors Nahe dem wilden Herzen. Die intertextuelle Analyse bezieht sich auf die Protagonisten aus Lispectors Roman und Pessoas Heteronyme. Der methodologische Rahmen richtet sich dabei auf Gérard Genette. Der portugiesische Autor Fernando Pessoa und die brasilianische Autorin Clarice Lispector prägen die literarische Moderne. Die Untersuchung der von ihnen gewählten Sujets lässt viele Parallelen erkennen. Pessoa wie Lispector erheben die Seelenvielfalt, den Ich-Zerfall und die Entpersönlichung zu den Themen ihrer Lyrik bzw. Prosa. Vor allem Lispectors Erstlingsroman, Nahe dem wilden Herzen, weist diese Charakteristika auf. Aus einer intertextuellen Analyse von Lispectors Roman und Pessoas drei wichtigsten Heteronymen, Alberto Caeiro, Ricardo Reis und Álvaro de Campos, resultieren zwei Gemeinsamkeiten: Das Dreieck, das als intertextuelles Muster auftritt, und architextuelle Referenzen im Sinne Gérard Genettes. Inhalt: Clarice Lispector - Fernando Pessoa - Intertextualität - Portugiesische Moderne, brasilianische Moderne - Perto do Coração Selvagem, Nahe dem wilden Herzen - Heteronyme: Alberto Caeiro, Ricardo Reis, Álvaro de Campos - Dreieckskonstellationen. Claudia Piechocki studierte Romanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien. Sie absolvierte Auslandsaufenthalte in Brasilien und an der Universidade Nova in Lissabon.
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