"Minimale Kosten, absolut kein Blut" : Österreich-Ungarns Präsenz im Sandzak von Novipazar (1879-1908) (Neue Forschungen zur ostmittel- und südosteuropäischen Geschichte / New Researches on East Central 5) (2013. 282 S. 210 mm)

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Der Berliner Kongress 1878 sprach Österreich-Ungarn das Recht zur Besetzung Bosnien-Herzegowinas und eine Truppenpräsenz im Sandzak Novipazar zu. Aufgaben waren die Sicherstellung von Ruhe und Ordnung gemeinsam mit den Autoritäten des Osmanischen Reiches und die Verhinderung einer Vereinigung Serbiens und Montenegros. Die Balkanerfahrung war langfristig prägend. Der alte Erbfeind Osmanisches Reich wurde als zuverlässig kennengelernt - als ebenso multiethnisches Imperium saß man im selben Boot. Intensiver Kundschaftsdienst verurteilte die orthodoxe Bevölkerung als den serbischen Nationalismus verbreitend. Es zeigten sich im Alltag aber auch die inneren nationalen Brüche der Habsburgermonarchie. Annexionskrise und Jungtürkische Revolution beendeten 1908 die 30 Jahre währende Präsenz.

Die Entsendung von österreichisch-ungarischen Truppen mit internationalem Mandat 1879 in den Sandzak Novipazar führte zu einer prägenden Balkanerfahrung. Die Zusammenarbeit mit dem Osmanischen Reich wandelte das Bild des alten Erbfeinds zum zuverlässigen Partner, die christliche Bevölkerung wurde als Verbreiter serbischer Propaganda kennengelernt.

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