Juli Zehs Roman "Spieltrieb" : Intertextuelles Spiel als Ausdruck von Gesellschafts- und Kulturkritik. Dissertationsschrift (Bochumer Schriften zur deutschen Literatur. Neue Folge .8) (2018. 344 S. 210 mm)

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Juli Zehs Spieltrieb ist in höchstem Maße intertextuell: Bereits der Titel selbst verweist auf den Erzählgegenstand - das sexuelle, so genannte Spiel zweier Schüler mit ihrem Lehrer - sowie auf die äußere Form, die intertextuelle Anlage des Werks.

Mit Bezug auf die anthropologischen Ideen Friedrich Schillers, die mathematische Spieltheorie Robert Axelrods, Robert Musils Mann ohne Eigenschaften und das Prinzip Hoffnung Ernst Blochs wird der selbstreflexive Umgang mit Literatur thematisiert. Damit verknüpfte Fragestellungen und essayistische Einschübe zu sozialen, moralischen und ethischen Perspektiven der Gegenwart innerhalb der Romanhandlung werden vor diesem Hintergrund diskutiert und mit Blick auf ein darüber transportiertes Moment von Gesellschafts- und Kulturkritik interpretiert.

"Spieltrieb" nimmt die Komplexität der Gegenwart auf und rückt lebenswichtige Fragen - insbesondere das Miteinander in Gesellschaft - in den Fokus. Geprägt wird Juli Zehs Roman dabei von intertextuellen Bezügen: Literatur als Spiel, als Möglichkeit, als Spiegel oder Perspektive auf (die) Welt, zeigt so eine gesellschafts- und kulturkritische Seite.

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