Die Studie beleuchtet ein kaum bekanntes Kapitel der tschechischen und deutschen Zeitgeschichte: Den Aufstand der Untergrundbewegung unter der Führung des Tschechischen Nationalrates gegen die deutschen Besatzer am 5. Mai 1945, als die amerikanische Armee im Raum Pilsen stand und sich die sowjetische bereits auf dem Anmarsch nach Prag befand. Der schlecht vorbereitete Aufstand sollte die politische Unabhängigkeit und Selbstbefreiung des tschechischen Volkes demonstrieren, doch wäre er ohne den Frontwechsel und das Eingreifen von Einheiten der Wlassow-Armee zugunsten der Aufständischen wohl niedergeschlagen worden. Am Abend des 8. Mai zogen sich die deutschen Truppen aus Prag und Umgebung zurück, zwei Tage später marschierte die Rote Armee ein. Die Studie Stanislav Kokoskas leistet eine präzise Beschreibung des Aufstands, die die Dramatik des gesamten Geschehens deutlich werden lässt, und bettet die Untersuchung in den Kontext der deutschen und alliierten Politik- und Militärstrategie ein.
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